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Qadisho Mor Gabriel | Der heilige Gabriel
In der Erinnerung lebte Mor Gabriel als ein heiliger Mann, dem Propheten
Elia gleich. In der Chronik von Kartmin lesen wir, dass er mit Gottes Hilfe drei Tote zum
Leben erweckte: Seinen Freund und Abt des Klosters "Dayro da
Slibo", den Sohn einer Witwe aus Sigun und einen Jungen aus Olin.
Im Alter von 70 Jahren schickte der hl. Gabriel einige Männer mit Ochsen
nach Beth Debe (Badebe), um einen Stein ins Kloster zu transportieren. Der
Stein war so schwer, dass die Ochsen ermüdeten und vier Meilen vor dem Ziel
aufgeben mussten. Als der Heilige Gabriel den schweren Stein sah, befahl er allen Leuten im
Kloster, beim Transport des Steines mitzuhelfen. Auf diesen Befehl Gabriels verließen sogar die Toten ihre Ruhestätte um
mitzuhelfen. In einem Traum sah er, dass seine Zeit zu sterben gekommen war. Er rief
seine Schüler zu sich und begann zu beten und zu bitten für alle, die im
Namen Gottes leben. Am 23. Dezember 668 starb der heilige Gabriel um 9
Uhr im Alter von 74
Jahren. Die bemerkenswertesten Taten des Heiligen Gabriels sind aber diejenigen, die
er nach seinem Tode bewirkte und zwar mittels seiner Reliquien: Übernatürliche Energie schien aus seinen Knochen hervorzutreten, besonders
aus dem rechten Arm und den Fingern der rechten Hand. Als die Pest im Tur Abdin wütete, wurde der Leichnam Gabriels exhumiert und
aufrecht in der Kirche aufgestellt, um der Pest ein Ende zu erbitten. Sein rechter Arm wurde abgetrennt und nach Hah gebracht, um auch dort ein
Ende der Pest herbeizuführen. Und so geschah es auch. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste, der dich, Heiliger Gabriel, auserwählt hat. Quellen:
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